Mit unseren Trendsignalen in MyScanity wollen wir nicht einfach möglichst viele Aktien finden. Vielmehr geht es darum, charakteristische Situationen im Chart frühzeitig zu erkennen und gezielt nach passenden Einstiegen zu suchen.
Die Signale lassen sich dabei grob in drei Gruppen einteilen:
Trendfortsetzung: Die Aktie läuft bereits und bietet einen möglichen Einstieg in den bestehenden Trend.
Vor dem Ausbruch: Die Aktie baut Spannung auf und zeigt erste institutionelle Fußspuren.
Mechanische Signale: Ein mathematisch berechnetes Signal liefert einen klar definierten Trendwechsel.
Hier sind die wichtigsten Setups im Überblick:
1. Breakout – Die Aktie läuft bereits 🚀
Beim klassischen Breakout hatte die Aktie zuvor einen starken Anstieg und geht anschließend in eine Seitwärtsbewegung über.
Interessant wird das Setup, wenn während der Konsolidierung das Volumen trocknet und die Aktie anschließend nach oben ausbricht.
Typischer Ablauf:
Starker Anstieg → Konsolidierung → sinkendes Volumen → Breakout
Es gibt aber auch Aktien, die bereits einen deutlichen Trend entwickelt haben. Die Aktie ist in den vergangenen drei Monaten beispielsweise 20–200 % gestiegen und konsolidiert anschließend eng an einem gleitenden Durchschnitt.
Besonders interessant ist dabei die sogenannte Surfing-Hierarchie:
🥇 SMA10-Surfer → Super Leaders
🥈 SMA20-Surfer → starke Aktien
🥉 SMA50-Surfer → Basis-Breakouts
Zusätzlich spielt die Steigung des gleitenden Durchschnitts eine wichtige Rolle. Je steiler der MA ansteigt, desto stärker wird der bestehende Trend bewertet. Ab einer Steigung von 45° gibt es den höchsten Slope-Bonus.
2. Pullback – Einstieg in den laufenden Trend
Beim Pullback ist der Aufwärtstrend bereits intakt. Die Aktie fällt kontrolliert zurück und nähert sich der steigenden 21-Tage-EMA-Zone.
Die EMA21 wird dabei aus High, Close und Low berechnet und als Zone bzw. Band dargestellt.
Ein Signal entsteht unter anderem, wenn:
alle drei EMA-Linien steigen,
die 3-Monats-Performance positiv ist,
der Kurs in die Nähe der EMA21-Zone zurückkommt.
Das Interessante daran: Wir versuchen nicht, den nächsten Tiefpunkt vorherzusagen, sondern suchen nach einem Rücksetzer innerhalb eines bestehenden Trends.
3. VCP – Die institutionellen Fußspuren 🔍
Das Volatility Contraction Pattern (VCP) gehört zu den Setups, die häufig vor einem größeren Ausbruch interessant werden.
Die Grundidee: Die Aktie befindet sich in einem bestätigten Aufwärtstrend und die Volatilität nimmt zunehmend ab. Es entstehen immer engere Konsolidierungen.
Das Signal berücksichtigt unter anderem:
SMA50 > SMA150
steigende SMA50
kontrahierende ATR
abnehmende Volatilität
enge Basis
Ausbruch über den Pivot
Bricht die Aktie anschließend über den Pivot aus, entsteht das eigentliche Kaufsignal.
4. HTF Momentum – Explosive Läufer ⚡
Bei der High Tide Flag (HTF) suchen wir nach Aktien, die bereits eine explosive Bewegung hinter sich haben.
Das typische Bild:
+60 % oder mehr → enge Flagge → Volatilität nimmt ab → Breakout
Das Setup sucht also nicht nach Aktien, die gerade erst anfangen zu laufen. Vielmehr geht es um starke Momentum-Aktien, die nach einer explosiven Bewegung eine kurze Verschnaufpause einlegen.
Bewertet werden unter anderem:
Stärke der vorherigen Bewegung
Enge der Flagge
Volatilitätskontraktion
Momentum-Konsistenz
Volumenqualität
Bricht die Aktie aus dieser engen Formation aus, kann dies den nächsten Bewegungsschub einleiten.
5. Supertrend – Das mechanische Signal
Der Supertrend funktioniert etwas anders als die vorherigen Setups.
Hier geht es nicht um die Interpretation eines klassischen Chartmusters, sondern um einen ATR-basierten Trendfolge-Indikator.
Der Indikator berechnet dynamische Support- und Resistance-Bänder. Wechselt der Supertrend von rot auf grün, entsteht ein Kaufsignal.
Der Score berücksichtigt dabei unter anderem:
relatives Volumen beim Trendwechsel
ATR-Stärke
Dauer der vorherigen Bärenphase
Damit eignet sich der Supertrend besonders für Trader, die einen klar definierten und regelbasierten Trendwechsel suchen.
Wichtig: Ein Signal ist kein Garant
Unsere Trendsignale sind keine Kaufempfehlungen und keine Garantie für einen erfolgreichen Trade.
Sie sollen einen klaren Rahmen schaffen und dabei helfen, interessante Chart-Situationen schneller zu erkennen.
Der eigentliche Vorteil entsteht aus der Kombination:
Starker Markt → starke Branche → starke Aktie → passendes Trendsignal → konkreter Einstieg
So wird aus einer großen Anzahl von Aktien eine deutlich überschaubarere Auswahl an Setups, die sich anschließend im Detail analysieren lassen.







